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Danke!

Nun sind wir seit einigen Wochen wieder zu Hause. Die Normalität und der Alltag ist bereits wieder eingekehrt, doch die Gedanken schweifen immer mal wieder zurück in die Ferne.
Die Erlebnisse und Eindrücke haben sich langsam gesetzt und nun ist es Zeit, Danke zu sagen. 🙂
Danke an all die hilfsbereiten, offenen Menschen unterwegs, die uns immer ein Plätzchen zum Schlafen oder Rasten gaben, die mit kleinen Gesten und freundlichem Lächeln diese Reise zu einem wunderbaren Erlebnis werden liessen. Danke für tolle Begegnungen und wohltuend, intensive Gespräche.
Danke auch all den Menschen zu Hause, die sich um den organisatorischen Kram daheim kümmerten, uns Päckchen schickten oder Sachen gar persönlich vorbeibrachten. Und zu guter Letzt natürlich danke an alle, die unsere Reise über die Homepage mit verfolgten. Es hat uns immer gefreut zu sehen, dass unsere Beiträge gelesen wurden. Schön zu wissen, dass uns so viele gute Wünsche und Gedanken begleitet haben.

Schaanwald – Balzers, 22.1.16 :)

Wir kommen völlig durchgefroren an der Grenze an – ein letzter Grenzübertritt, es geht wie immer alles glatt. 😉
Wow, nun sind wir tatsächlich wieder zu Hause… gemütlich radeln wir nun ans andere Ende unseres Ländles, wo wir bald überglücklich in Balzers ankommen – gerade pünktlich als Überraschung zum Geburtstags-Mittagessen von Serafine, meiner Schwester. 🙂
Schön, wieder zu Hause zu sein. 🙂

Brenner – Feldkirch, 12.1.16 – 22.1.16

Bevors endgültig nach Hause geht, führt uns unser Weg nun noch ins Lechtal. Winter pur – einfach schön! Auf Grund der Schneeverhältnisse ist an Velofahren nicht wirklich zu denken und die ÖV-Verbindungen sind im Winter wegen teils gesperrten Strassen ziemlich zeitintensiv, so kommt es, dass wir in Landeck ein letztes Mal ein Auto mieten J Damit geht’s dann zuerst nach Stockach in eine Ferienwohnung und dann nach Elbigenalp zum Wellnessen – nach all den Strapazen der letzten Monate brauchen wir Erholung. 😉

So, der letzte volle Tag unserer Reise: Wir bringen das Auto zurück, satteln unsere Räder und steigen dann in den Zug nach Bludenz. Von Bludenz radeln wir nach Thüringen, wo Sophie, Meios Oma, noch völlig ahnungslos ist, wer nun gleich an ihre Tür klopfen und um ein Schlafplätzchen bitten wird. 🙂 Nach einem freudigen Wiedersehen verbringen wir einen gemütlichen Abend zusammen.

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Der lezte Morgen, heute geht’s nach Hause – juhui!:) Es ist ein wunderschöner Wintermorgen, mit winterlichen Temperaturen: -10 Grad! Nun ja, hilft alles nichts, die letzten Kilometer werden wir mit dem Velo zurücklegen. So packen wir uns so warm wie möglich ein und radeln los – Liechtenstein wir kommen! (Falls wir nicht festfrieren 😉 )

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Rom – Brenner, 18.12.15 – 12.1.16

Nach einem langen Flug kommen wir morgens in Rom an. Es ist kühl und herbstlich – toll! 🙂 Es fühlt sich schon fast an wie zu Hause. In den nächsten Tagen lassen wir uns Zeit um in Europa an zu kommen und geniessen gemütliche Tage in Rom. Eine tolle Stadt!

Für Weihnachten wollen wir aber nicht in der Stadt bleiben. Wir radeln daher an den Lago di Bracciano. Wunderbar, wieder einmal mit den Velos unterwegs zu sein. Wir geniessen die Bewegung und das in der Natur-sein. Unser Weihnachtsfest verbringen wir auf einem ruhigen Campingplatz am See. Wir freuen uns, endlich wieder einmal im Zelt zu schlafen und unser Weihnachtsmenu (Spaghetti mit Tomatensauce 🙂 ) selbst zu kochen.

Unser nächstes Etappenziel ist Florenz. Wir radeln also durch die schönen Landschaften Umbriens und der Toscana. Es ist oft grau und nebelig, was der Gegend etwas mystisches verleiht. Das Fahren im nass-kalten Wetter macht uns Spass – nach 8 Monaten Sonne ist das durchaus eine nette Abwechslung 🙂

In Florenz bekommen wir nochmals Besuch: mit Marc und Annalena verbringen wir ein tolles Wochenende.

Silvester verbringen wir im Dörfchen Ronta, ca. 40 km ausserhalb von Florenz in den toskanisschen Hügeln. Von da aus machen wir einen Tagesauflug mit dem Zug nach Pisa. Der Turm sieht einfach beeindrucken aus, das muss man live gesehen haben.

Dann gehts für uns weiter Richtung Venedig. Das Wetter ist immer noch trüb und nass. Unsere anfängliche Freude darüber lässt langsam aber sicher nach… so nutzen wir für einen Teil der Strecke die velofreundlichen Züge Italiens.

Venedig ist wunderschön – überall kleinen Gässchen, Kanäle, Brücken und keine Autos. Und auch keine Velos, denn Fahrradfahren ist in Venedig verboten! Gut, macht ja auch keinen Spass mit all den Brücken… zum Glück ist unser Hotel nur wenige Meter und eine Brücke vom Bahnhof entfernt. 🙂
An zwei Tagen erleben wir Venedig mit Hochwasser. Für uns ein Spass, für die Bewohner/innen Venedigs unangenehmer Alltag… an 100 Tagen im Jahr stehen die tiefstgelegensten Stellen Venedigs unter Wasser.

Von Venedig gehts dann wieder mit dem Zug weiter. Ciao Italia, Servus Österreich! 🙂

 

 

 

 

Vioolsdrif – Kapstadt, 19.11.15 – 17.12.15

Die Einreise nach Südafrika mit dem Reisebus zieht sich ganz schön hin: Nachdem wir alle den Einreisestempel erhalten haben, werden kurzerhand alle Pässe eingezogen und erst wieder ausgehändigt, sobald das Gepäck kontrolliert wurde. D.h. das ganze Gepäck muss ausgeladen werden und zwei Spührhunde schnüffeln nacheinander alles durch – auf der Suche nach unerlaubten Substanzen. Zwei, drei Mal schlagen sie an, die Eigentümer der betreffenden Taschen müssen antraben und unter Beobachtung alles auspacken. Es ist aber immer Fehlalarm. Die Hunde reagieren auch auf starke Gerüche, wie z.B. von Kaffee oder Gewürzen, und auf Geldmünzen. Es ist recht spannend das ganze Spektakel zu beobachten und wir fragen uns kurzzeitig, ob wir irgendwo falsch abgebogen sind und in die USA einreisen… 🙂 Nachdem alle Gepäcksstücke wieder verladen sind und auch das Innere des Busses durchschnüffelt worden ist, erhalten wie die Pässe wieder zurück und können weiterfahren.

In Steinkopf, der ersten Ortschaft nach der Grenze, gibts dann nochmals Zwangspause: unser Bus wird repariert. Ein Pannenfahrzeug mit Mechaniker erwartet uns an einer Tankstelle. Und tatsächlich können wir relativ bald weiter, das Problem scheint behoben. Am Nachmittag um 15:30 kommen wir mit fast 8 Stunden Verspätung in Vanrhynsdorp an. Hier steigen wir aus, um die restlichen 360 km bis nach Kapstadt zur Abwechslung mal wieder mit dem Velo zurückzulegen. 🙂
Südafrika begrüsst uns mit deutlich kühlerem Wetter und wir frieren! Was für ein merkwürdiges Gefühl! 🙂 Die Landschaft ist karg und weitläufig. Vieles ist Farmland. Die Menschen hier sprechen fast ausnahmslos afrikaans und auch wir werden oft auf afrikaans angesprochen und nicht mehr immer gleich als Touristen erkannt. Meio sieht ja auch aus wie man sich einen bärtigen Buren vorstellt. 🙂

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Gemütlich radeln wir der Westküste entlang und machen immer mal wieder ein paar Tage Pause. Wir wollen das „Ende“ noch etwas hinauszögern :)Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich: Die Bergkette des Cederbergmassivs begleitet uns ein Stück, sanfte Hügel wechseln sich mit der Weite des Namaqualandes ab, Flüsse – mal mit, mal ohne Wasser – durchziehen die Landschaft und bald kommen wir dann auch wieder ans Meer.

In Langebaan feiern wir dann den ersten Advent und schmücken unserer Räder etwas weihnachtlich. Ich bastle sogar ein kleines Adventskränzchen. 🙂

Und dann ist es soweit: der erste Blick auf den Table Mountain! Jeeh, nun sind wir (fast) am Ziel!

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Im Tableview, einem Vorort von Kapstadt, machen wir nochmals ein paar Tage halt, bevor wir uns tatsächlich in die Stadt wagen.

Für ein Woche quartieren wir uns im Scalabrini Guesthouse (schön, sauber, günstig) mitten in Kapstadt ein. Wir schlenderen durch die Strassen, fahren der alten Zeiten willen mit dem Minibus nach Claremont und Newlands hinaus, besuchen den Vergnügunspark „Ratanga Junction“, spazieren im Companys Garden, besuchen den Bio-Markt in Hout Bay und entdecken zu unserer Freude doch noch hie und da ein bisschen „real Africa“, so z.B. auf dem Markt beim Minibus-Bahnhof.

Wir geniessen ausserdem die schöne Landschaft auf der Kaphalbinsel und machen einen Ausflug in den Cape of Good Hope Nationalpark, zum Chapmans Peak und laufen auf den Signal Hill.

Die letzten Tage vergehen wie im Flug und das Ende unserer Reise naht – zumindest des afrikanischen Teils 🙂 Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns nun von Afrika und fliegen am 17.12.15 von Kapstadt nach Rom. Von dort werden gemütlich den Heimweg antretten.

Eine intensive Zeit in Afrika geht zu Ende. Wir haben viel wunderschönes, schlimmes und kurioses gesehen und erlebt. Afrika und seine Bewohner/innen werden uns als gastfreundlich, bunt, anstrendend, voll, laut, fremd, lachend und einfach wunderschön, erfrischend anders in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ngoma Bridge – Noordoewer, 9.11.15 – 19.11.15

Hallo Namibia, schön wieder hier zu sein! 🙂 Bei der Einreise wird ein Ebola-Screening gemacht, ansonsten läuft alles wie gewohnt und wir nehmen die 70 km bis Katima Mulilo in Angriff. Es ist noch früh am Vormittag, so dass wir es heute noch gut bis Katima schaffen. Es werden aber sehr lange 70 km, denn es ist heiss! Bereits um 9:30 brennt die Sonne runter und es weht ein heisser Wind. Es erinnert stark an Mauretanien! Einmal mehr hätten wir gerne eine Temperaturanzeige am Tacho. Wir kämpfen uns weiter und ca. 20 km vor Katima kommen uns die beiden Südafrikaner im Truck entgegen, die uns durch den Chobe Nationalpark mitgenommen haben. Sie haben ihren Smirnoff in Katima abgeladen und sind bereits wieder auf dem Heimweg. Sie haben an uns gedacht und reichen uns einen gekühlten Powerade-Drink aus dem Fenster! Jej, herrlich, herzlichen Dank an die Beiden! 🙂 Unser Wasser ist wieder nicht mehr weit vom Siedepunkt entfernt… ich denke daran Teebeutel zu kaufen, damit es wenigstens etwas besser schmeckt 🙂 Am Abend erfahren wir, dass es heute 43 Grad hatte und dass das die nächste Zeit so bleiben wird, Tendenz steigend… phu… kein Wunder haben wir gelitten 🙂

Am nächsten Tag radeln wir bis kurz vor den Bwabwata Nationalpark. Der Park nimmt die nächsten 200km ein, so dass wir – tierbedingt- wieder eine Mitfahrtgelegenheit suchen. Ein Mann mit einem Bakkie (Pick-up) nimmt uns mit. Wir bruzeln dann also gut zwei Stunden auf der Ladefläche dahin, bis wir den Park durchquert haben und in Divundu ankommen. Die 5 km bis zum Campingplatz beim Popa Falls Resort am Okavango-Fluss kommen uns in der Mittagshitze endlos vor. Nach einem Sprung in den kühlen Pool sieht die Welt aber gleich schon wieder besser aus. 🙂

Wir kommen zum Schluss, dass es zu heiss ist, um Radzufahren. So fahren wir bis Rundu mit einem Truck mit und nehmen von da aus den Bus bis nach Windhoek. Als wir die Velos für das Verladen in den Bus parat machen, entscheiden wir spontan, Meios Podest am Fahrrad loszuwerden. Schon seit einer Weile hat er Schlafsack und Matte meist in den Taschen untergebracht, so dass nur noch Kleinkram (Schnorchel, Taucherbrille, Ersatzgummizüge etc.), den wir auch anders unterbringen können, hinten drauf war. So wird auch sein Velo gleich viel kompakter und zum Verladen viel angenehmer. Die Busfahrt über Nacht verläuft angenehm ruhig und morgens um 8:00 sind wir in Windhoek.

Windhoek ist nochmals ein kleiner Kulturschock: Weihnachtsdeko überall und in den Geschäften werden wir zum Teil auf Deutsch angesprochen. Überhaupt wirkt hier vieles sehr europäisch… es fühlt sich kaum mehr nach Afrika an hier. 🙁 Das bringt aber auch gewisse Vorteile mit sich, z.B. Parmesan zu den Tomatenspaghetti oder Gerber-Fondue 🙂 Wir bleiben ein paar Tage. Mareike und Andreas, die wir in Nouakchott (Mauretanien) kennengelernt haben, sind auch gerade in Windhoek. Schön, mit den Beiden nochmals etwas zu plaudern und Erfahrungen der letzten Monate auszutauschen.

Wieder über Nacht gehts mit einem Intercape-Bus von Windhoek nach Vanrhynsdorp in Südafrika. Schon bald zeigt sich, dass unser Bus erhebliche Probleme hat, wieder anzuspringen, wenn der Motor einmal aus war. Zudem stellt der Motor jedesmal von selbst ab, sobald der Bus stehenbleibt. d.h., jedesmal wenn wir anhalten um zu Tanken oder Leute ein- und aussteigen zu lassen, dauert es etwas bis wir wieder weg kommen. In Noordoewer, drei Kilometer vor dem Grenzposten zu Südafrika, dauert es dann über zwei Stunden bis wir wieder loskommen. Inzwischen bricht bereits der Morgen an und wir kommen in den Genuss einer letzten schönen namibischen Morgenstimmung. 🙂

 

 

Kazungula – Ngoma Bridge 3.11.- 9.11.15

Beschwingt von unserem Löwen Erlebnis radeln wir nach Kasane hinein. Auf der Strecke sehen wir eine Büffelherde. Das macht dann insgesamt 3 der Big 5 an einem Tag :).

In Kasane quartieren wir uns für die nächsten Tage auf dem Campingplatz der Chobe Safari Lodge ein. Eine tolle Anlage direkt am Chobe Fluss und an der Grenze zum Chobe Nationalpark. Wir mieten ein Auto und erkunden die Chobe Riverfront. Ansonsten verbringen wir gemütliche Tage am Pool, geniessen den Ausblick auf den Fluss und machen etwas Ferien 🙂 Der Auflauf von (deutschsprachigen) Touristen hier ist enorm. Eine ziemliche Umstellung für uns, wieder so richtig im Tourismus angekommen zu sein… gerne erinnern wir uns an die Zeit zurück, als die Begegnung mit anderen weissen Menschen auch für uns eine kleine Attraktion war. 🙂

Nach einigen Tagen brechen wir nach Namibia auf. Die gut 50 km bis zum Grenzposten Ngoma Bridge führen grösstenteils durch den Chobe Nationalpark. Wir radeln also zum Gate des Parks und warten da auf eine Mitfahrtgelegenheit. Die Parkranger hier am Gate hätten uns mit den Rädern gar nicht auf die Transitstrecke gelassen… obwohl wir von anderen Velofahrenden gehört haben, dass sie da durch geradelt sind… nun ja, für uns ist klar, dass wir nicht radeln, ob wir nun dürften oder nicht. 🙂
Wir warten ca. eine Stunde bis uns jemand mitnimmt. Es ist ein Trucker-Pärchen aus Südafrika, dass mit einer Lastwagenladung Smirnoff von Upington nach Katima Mulilo unterwegs ist. Eigentlich dürfen sie keine Leute mitnehmen und da die Führerkabine videoüberwacht ist, können sie das auch nicht heimlich tun. So rufen sie extra ihren Chef an und bitten um Erlaubnis uns durch den Park zu chauffieren. Er ist dann so nett und gibt ihnen grünes Licht. Während der Fahrt sehen wir Kudus, Giraffen, Zebras und Elefanten – das wäre ja mit dem Fahrrad kein Problem gewesen 🙂 Direkt am Granzposten steigen wir aus und verabschieden uns von den Beiden. Wie üblich gehe ich mit unseren beiden Pässen zum Schalter um den Ausreisestempel zu holen, während Meio draussen bei den Velos wartet – dieses mal funktionierts aber nicht, der Grenzbeamte will Meio tatsächlich sehen. 🙂

Victoria Falls – Kazungla, 2.11.- 3.11.15

Von Livingstone ist es nur einen Katzensprung an die Grenze zu Zimbabwe. An der Grenze erhalten wir ein Transit-Visum für 3 Tage, das uns 30 USD pro Person kostet. Wenn man nur für einen Tag einreist, was viele Leute machen um die Victoria Falls zu besichtigen, kostet das Visum 50 USD… afrikanische Logik 🙂
Kaum fahren wir nach Victoria Falls hinein, fängt es an zu regnen. Jeh, toll – man vermisst hin halt doch irgendwann, den Regen, wenn man ihn so gar nie mehr hat 🙂 Bis wir dann aber auf dem Campingplatz des Shoestring Backpackers ankommen, hat es bereits wieder aufgehört und wir können unser Zelt im trockenen aufstellen.

Am Nachmittag schlendern wir durch den sehr touristischn Ort und besichtigen die Victoria Falls. Wir haben die Fälle schon vor gut 5 Jahren einmal besichtigt. Damals waren wir aber im Mai hier, dann bringt der Zambezi am meisten Wasser und von all der Gischt und dem Dunst der dann entsteht, konnten wir die Fälle damals eigentlich gar nicht sehen. Im November hat der Zambezi ziemlich wenig Wasser, so dass wir nochmals einen Versuch wagen – und es lohnt sich! 🙂

Am nächsten Tag ist unser Abstecher nach Zimbabwe schon wieder zu Ende. Auf der Transit-Strecke durch das Zambezi-Naturschutzgebiet radeln wir die 70 km bis Kazungula, zur botschwanischen Grenze. Unterwegs sehen wir diverse Spuren, die auf Elefanten hinweisen (Elefanten-Kot, umgeknickte Bäume). Wir halten als die Aufen offen und sind wachsam. Und tatsächlich treffen wir auf zwei Elefanten – wow so toll! Sie stehen einige Meter neben der Strasse und fressen in aller Ruhe, beinahe hätten wir sie gar nicht gesehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese grauen Riesen im Gebüsch fast unsichtbar werden. In einigem Abstand wagen wir es, kurz stehen zu bleiben. Sie reagieren nicht gross auf uns, wir lassen sie aber doch bald wieder ungestört ihr Frühstück genissen.

Kurze Zeit später machen wir Rast am Strassenrand, als ein Auto anhält. Der Fahrer teilt uns mit, dass wir wohl besser aufstehen, denn ca. 6 km weiter liegen 5 Löwen neben der Strasse. Wow, shit, damit hätten wir jetzt nicht gerechnet… der Mann meint aber, sie hätten gerade was gerissen und sich satt gefressen, daher können wir schon an ihnen vorbeiradeln… super, danke, das ist ja beruhigend … ;/ Als wir noch am Strassenrand stehen und beraten, was wir nun tun sollen, kommen noch mehrere Autos vorbei, die uns alle das Gleiche mitteilen und auch alle der Ansicht sind, dass es kein Problem sein sollte an ihnen vorbei zu fahren, da die Löwen nicht mehr hungrig sind… naja, Afrikaner haben da wohl ein etwas anderes Sicherheitsgefühl, was Löwen anbelangt als wir, denn uns ist definitv nicht wohl beim Gedanken alleine mit dem Velo an einem Rudel Löwen vorbeizufahren… Wir halten also ein Auto auf, das in unserer Richtung fährt und schildern den drei jungen Männer unser Problem. Wir bitten sie um Begleitschutz für die nächsten Kilometer, so dass wie im Schutz des Autos an den Löwen vorbei können. Sie sind gleich dazu bereit und so fahren wir nun gemeinsam mit dem Auto los… Ein entgegenkommendes Polizeiauto hält an und der Polizist teilt uns mit, dass inzwischen nur noch eine Löwin neben der Strasse liegt. Auch er meint, dass wir im Schutz des Autos gut an ihr vorbei können. Also geht’s weiter…. die 6 km erscheinen uns endlos… die Löwin kommt einfach nicht in Sicht… wir wollen es endlich hinter uns bringen und werden immer nervöser… und dann endlich: da liegt sie, ganz still im Gebüsch ca. 4-5 Meter neben der Strasse… wir radeln vorbei und sie bleibt ruhig liegen und schenkt uns kaum Beachtung – zum Glück 🙂 Sie erscheint uns riesig! Das Auto begleitet uns noch etwas, die letzten 10 km bis zum Grenzposten bringen wir dann aber alleine (und recht zügig) hinter uns. Adrenalin pur! Wir brauchen etwas, bis wir realisieren, was wir gerade erlebt haben… und für uns ist klar: einmal und nie wieder, Velo-Safari ist definitiv nichts für uns! An diesem Tag diskutieren wir noch lange über das Erlebte und wie wir nun weiter machen. Es war schon toll, der Löwin vom Velo aus zu begegnen, aber einmal im Leben reicht 🙂 Wir werden also nicht quer durch Botswana runter radeln, wie wir eigentlich vor hatten, denn Botswana ist voller Nationalparks – ohne Zäune! Und wir wollen möglichst weitere unerwartete Zusammentreffen mit Simba und co. vermeiden. So werden wir also nur kurz in Botswana sein und dann ziemlich gleich nach Namibia weiterfahren.