Archiv für den Monat: Mai 2015

Mataro – Corinto, 7. – 15. Mai 2015

Nach einem Monat unterwegs konnte Meio seine Lust auf Fleisch nicht länger unterdrücken und es wurden Hamburger gebraten. Sie schmeckten hervorragend 🙂tmp_22812-20150515162441002008616641
In Barcelona verbrachten wir ein schönes Wochenende mit unserem Besuch aus Balzers und verwöhnten uns mit gutem Essen, feinen Cocktails und schlenderten duch die Stadt – bzw. liessen uns fahren 🙂
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Noch am Sonntag war die kurze Auszeit zu Ende. Wir sattelten unsere Räder wieder und kämpften uns durch den Verkehr aus der Stadt hinaus. Unser normale Fahralltag begann wieder. Es war von allem etwas dabei: Schellstrassen (zum Glück mit breitem Velostreifen), schöne Land- und Feldstrassen, aber auch steile Schotterwege, so dass uns schieben (ca. 3 km) nicht erspart wurde.
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Meios Gepäcksträger ist erneut gebrochen – nun hat er ihn selbst repariert bzw. verstärkt. Wir sind guter Dinge, dass ess nun hält 🙂 Wir kommen guwt vorwärts und unser Tageskilometer-Rekord liegt bei 102 km :). Im Schnitt sind es aber 70 km am Tag. Wir haben nach wie vor viele schöne Tage und es wird zunehmend wärmer.

Wir fühlen uns wohl und haben uns in unserem Veloalltag gut eingelebt. In Kleinigkeiten im Alltag merken wir, das es aber schon jetzt nicht mehr ist wie zu Hause. So gehört die eigene WC-Papierrolle bei Gang zur Toilette einfach dazu, im Strassenverkehr angehupt zu werden irritiert uns nicht mehr, die geschwindigkeitsdrosselden Schwellen vor jedem Zebrastreifen, vor jeder Kreuzung, vor jedem Kreisel – gern auch einfach mal zwischendrin, stören uns (fast) nicht mehr. Auch eine angenehme Wassertemperatur und -menge beim Duschen ist schon jetzt ein Glücksgriff, nur als wir zwischen Orangenplantagen auf einem schönen Feldweg plötzlich realisierten, dass die (teils leicht bekeideten) Damen nicht Orangen pflücken, sondern auf (männliche) Kundschaft warten, waren wir doch etwas überrascht 🙂

Les Saintes Maries de la mer – Pineda de mer, 25. April – 6. Mai 2015

Das Päckli hat seinen Weg schliesslich noch zu uns gefunden und das Kochen funktioniert wieder einwandfrei. Nach den Tagen in Les Saintes Maries fahren wir weiter der südfranzösischen Küste entlang – immer Richtung Spanien. Inzwischen erleben wir unseren ersten richtigen Regentag, finden (nach langem Suchen) jemanden der Alu schweisst um Meios Gepäcksträger zu flicken (Schweissnähte sind gebrochen…) und machen erste Erfahrungen mit Wasserdurchfahrten, Sandpisten und Velowegen, die für unser Verständnis eher als Trampelpfade zu bezeichnen wären. Kurz vor der Grenze verlassen wir die Küstenregion und erreichen Spanien, nach einigen strengen Anstiegen, im Landesinneren. Spanien begrüsst uns mit herrlichen Landschaften und angenehmen Fahrtagen. So vergehen die Tage wie im Flug, in denen nebst Zelt abbrechen, Velo bepacken, Velofahren, einkaufen, Übernachtunsplatz suchen, Zelt aufbauen, kochen, essen, Routenplanung, Fotos u. Filme sortieren und Tagebuchführen nicht mehr viel Platz ist. Nach acht Fahrtagen legen wir in Pineda de mer einen Pausetag ein, bevor wir am Freitag in Barcelona sein werden, wo wir ein Wochenende mit Michèle und Adi verbringen. Wir freuen uns! 🙂