Archiv für den Monat: November 2015

Ngoma Bridge – Noordoewer, 9.11.15 – 19.11.15

Hallo Namibia, schön wieder hier zu sein! 🙂 Bei der Einreise wird ein Ebola-Screening gemacht, ansonsten läuft alles wie gewohnt und wir nehmen die 70 km bis Katima Mulilo in Angriff. Es ist noch früh am Vormittag, so dass wir es heute noch gut bis Katima schaffen. Es werden aber sehr lange 70 km, denn es ist heiss! Bereits um 9:30 brennt die Sonne runter und es weht ein heisser Wind. Es erinnert stark an Mauretanien! Einmal mehr hätten wir gerne eine Temperaturanzeige am Tacho. Wir kämpfen uns weiter und ca. 20 km vor Katima kommen uns die beiden Südafrikaner im Truck entgegen, die uns durch den Chobe Nationalpark mitgenommen haben. Sie haben ihren Smirnoff in Katima abgeladen und sind bereits wieder auf dem Heimweg. Sie haben an uns gedacht und reichen uns einen gekühlten Powerade-Drink aus dem Fenster! Jej, herrlich, herzlichen Dank an die Beiden! 🙂 Unser Wasser ist wieder nicht mehr weit vom Siedepunkt entfernt… ich denke daran Teebeutel zu kaufen, damit es wenigstens etwas besser schmeckt 🙂 Am Abend erfahren wir, dass es heute 43 Grad hatte und dass das die nächste Zeit so bleiben wird, Tendenz steigend… phu… kein Wunder haben wir gelitten 🙂

Am nächsten Tag radeln wir bis kurz vor den Bwabwata Nationalpark. Der Park nimmt die nächsten 200km ein, so dass wir – tierbedingt- wieder eine Mitfahrtgelegenheit suchen. Ein Mann mit einem Bakkie (Pick-up) nimmt uns mit. Wir bruzeln dann also gut zwei Stunden auf der Ladefläche dahin, bis wir den Park durchquert haben und in Divundu ankommen. Die 5 km bis zum Campingplatz beim Popa Falls Resort am Okavango-Fluss kommen uns in der Mittagshitze endlos vor. Nach einem Sprung in den kühlen Pool sieht die Welt aber gleich schon wieder besser aus. 🙂

Wir kommen zum Schluss, dass es zu heiss ist, um Radzufahren. So fahren wir bis Rundu mit einem Truck mit und nehmen von da aus den Bus bis nach Windhoek. Als wir die Velos für das Verladen in den Bus parat machen, entscheiden wir spontan, Meios Podest am Fahrrad loszuwerden. Schon seit einer Weile hat er Schlafsack und Matte meist in den Taschen untergebracht, so dass nur noch Kleinkram (Schnorchel, Taucherbrille, Ersatzgummizüge etc.), den wir auch anders unterbringen können, hinten drauf war. So wird auch sein Velo gleich viel kompakter und zum Verladen viel angenehmer. Die Busfahrt über Nacht verläuft angenehm ruhig und morgens um 8:00 sind wir in Windhoek.

Windhoek ist nochmals ein kleiner Kulturschock: Weihnachtsdeko überall und in den Geschäften werden wir zum Teil auf Deutsch angesprochen. Überhaupt wirkt hier vieles sehr europäisch… es fühlt sich kaum mehr nach Afrika an hier. 🙁 Das bringt aber auch gewisse Vorteile mit sich, z.B. Parmesan zu den Tomatenspaghetti oder Gerber-Fondue 🙂 Wir bleiben ein paar Tage. Mareike und Andreas, die wir in Nouakchott (Mauretanien) kennengelernt haben, sind auch gerade in Windhoek. Schön, mit den Beiden nochmals etwas zu plaudern und Erfahrungen der letzten Monate auszutauschen.

Wieder über Nacht gehts mit einem Intercape-Bus von Windhoek nach Vanrhynsdorp in Südafrika. Schon bald zeigt sich, dass unser Bus erhebliche Probleme hat, wieder anzuspringen, wenn der Motor einmal aus war. Zudem stellt der Motor jedesmal von selbst ab, sobald der Bus stehenbleibt. d.h., jedesmal wenn wir anhalten um zu Tanken oder Leute ein- und aussteigen zu lassen, dauert es etwas bis wir wieder weg kommen. In Noordoewer, drei Kilometer vor dem Grenzposten zu Südafrika, dauert es dann über zwei Stunden bis wir wieder loskommen. Inzwischen bricht bereits der Morgen an und wir kommen in den Genuss einer letzten schönen namibischen Morgenstimmung. 🙂

 

 

Kazungula – Ngoma Bridge 3.11.- 9.11.15

Beschwingt von unserem Löwen Erlebnis radeln wir nach Kasane hinein. Auf der Strecke sehen wir eine Büffelherde. Das macht dann insgesamt 3 der Big 5 an einem Tag :).

In Kasane quartieren wir uns für die nächsten Tage auf dem Campingplatz der Chobe Safari Lodge ein. Eine tolle Anlage direkt am Chobe Fluss und an der Grenze zum Chobe Nationalpark. Wir mieten ein Auto und erkunden die Chobe Riverfront. Ansonsten verbringen wir gemütliche Tage am Pool, geniessen den Ausblick auf den Fluss und machen etwas Ferien 🙂 Der Auflauf von (deutschsprachigen) Touristen hier ist enorm. Eine ziemliche Umstellung für uns, wieder so richtig im Tourismus angekommen zu sein… gerne erinnern wir uns an die Zeit zurück, als die Begegnung mit anderen weissen Menschen auch für uns eine kleine Attraktion war. 🙂

Nach einigen Tagen brechen wir nach Namibia auf. Die gut 50 km bis zum Grenzposten Ngoma Bridge führen grösstenteils durch den Chobe Nationalpark. Wir radeln also zum Gate des Parks und warten da auf eine Mitfahrtgelegenheit. Die Parkranger hier am Gate hätten uns mit den Rädern gar nicht auf die Transitstrecke gelassen… obwohl wir von anderen Velofahrenden gehört haben, dass sie da durch geradelt sind… nun ja, für uns ist klar, dass wir nicht radeln, ob wir nun dürften oder nicht. 🙂
Wir warten ca. eine Stunde bis uns jemand mitnimmt. Es ist ein Trucker-Pärchen aus Südafrika, dass mit einer Lastwagenladung Smirnoff von Upington nach Katima Mulilo unterwegs ist. Eigentlich dürfen sie keine Leute mitnehmen und da die Führerkabine videoüberwacht ist, können sie das auch nicht heimlich tun. So rufen sie extra ihren Chef an und bitten um Erlaubnis uns durch den Park zu chauffieren. Er ist dann so nett und gibt ihnen grünes Licht. Während der Fahrt sehen wir Kudus, Giraffen, Zebras und Elefanten – das wäre ja mit dem Fahrrad kein Problem gewesen 🙂 Direkt am Granzposten steigen wir aus und verabschieden uns von den Beiden. Wie üblich gehe ich mit unseren beiden Pässen zum Schalter um den Ausreisestempel zu holen, während Meio draussen bei den Velos wartet – dieses mal funktionierts aber nicht, der Grenzbeamte will Meio tatsächlich sehen. 🙂

Victoria Falls – Kazungla, 2.11.- 3.11.15

Von Livingstone ist es nur einen Katzensprung an die Grenze zu Zimbabwe. An der Grenze erhalten wir ein Transit-Visum für 3 Tage, das uns 30 USD pro Person kostet. Wenn man nur für einen Tag einreist, was viele Leute machen um die Victoria Falls zu besichtigen, kostet das Visum 50 USD… afrikanische Logik 🙂
Kaum fahren wir nach Victoria Falls hinein, fängt es an zu regnen. Jeh, toll – man vermisst hin halt doch irgendwann, den Regen, wenn man ihn so gar nie mehr hat 🙂 Bis wir dann aber auf dem Campingplatz des Shoestring Backpackers ankommen, hat es bereits wieder aufgehört und wir können unser Zelt im trockenen aufstellen.

Am Nachmittag schlendern wir durch den sehr touristischn Ort und besichtigen die Victoria Falls. Wir haben die Fälle schon vor gut 5 Jahren einmal besichtigt. Damals waren wir aber im Mai hier, dann bringt der Zambezi am meisten Wasser und von all der Gischt und dem Dunst der dann entsteht, konnten wir die Fälle damals eigentlich gar nicht sehen. Im November hat der Zambezi ziemlich wenig Wasser, so dass wir nochmals einen Versuch wagen – und es lohnt sich! 🙂

Am nächsten Tag ist unser Abstecher nach Zimbabwe schon wieder zu Ende. Auf der Transit-Strecke durch das Zambezi-Naturschutzgebiet radeln wir die 70 km bis Kazungula, zur botschwanischen Grenze. Unterwegs sehen wir diverse Spuren, die auf Elefanten hinweisen (Elefanten-Kot, umgeknickte Bäume). Wir halten als die Aufen offen und sind wachsam. Und tatsächlich treffen wir auf zwei Elefanten – wow so toll! Sie stehen einige Meter neben der Strasse und fressen in aller Ruhe, beinahe hätten wir sie gar nicht gesehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese grauen Riesen im Gebüsch fast unsichtbar werden. In einigem Abstand wagen wir es, kurz stehen zu bleiben. Sie reagieren nicht gross auf uns, wir lassen sie aber doch bald wieder ungestört ihr Frühstück genissen.

Kurze Zeit später machen wir Rast am Strassenrand, als ein Auto anhält. Der Fahrer teilt uns mit, dass wir wohl besser aufstehen, denn ca. 6 km weiter liegen 5 Löwen neben der Strasse. Wow, shit, damit hätten wir jetzt nicht gerechnet… der Mann meint aber, sie hätten gerade was gerissen und sich satt gefressen, daher können wir schon an ihnen vorbeiradeln… super, danke, das ist ja beruhigend … ;/ Als wir noch am Strassenrand stehen und beraten, was wir nun tun sollen, kommen noch mehrere Autos vorbei, die uns alle das Gleiche mitteilen und auch alle der Ansicht sind, dass es kein Problem sein sollte an ihnen vorbei zu fahren, da die Löwen nicht mehr hungrig sind… naja, Afrikaner haben da wohl ein etwas anderes Sicherheitsgefühl, was Löwen anbelangt als wir, denn uns ist definitv nicht wohl beim Gedanken alleine mit dem Velo an einem Rudel Löwen vorbeizufahren… Wir halten also ein Auto auf, das in unserer Richtung fährt und schildern den drei jungen Männer unser Problem. Wir bitten sie um Begleitschutz für die nächsten Kilometer, so dass wie im Schutz des Autos an den Löwen vorbei können. Sie sind gleich dazu bereit und so fahren wir nun gemeinsam mit dem Auto los… Ein entgegenkommendes Polizeiauto hält an und der Polizist teilt uns mit, dass inzwischen nur noch eine Löwin neben der Strasse liegt. Auch er meint, dass wir im Schutz des Autos gut an ihr vorbei können. Also geht’s weiter…. die 6 km erscheinen uns endlos… die Löwin kommt einfach nicht in Sicht… wir wollen es endlich hinter uns bringen und werden immer nervöser… und dann endlich: da liegt sie, ganz still im Gebüsch ca. 4-5 Meter neben der Strasse… wir radeln vorbei und sie bleibt ruhig liegen und schenkt uns kaum Beachtung – zum Glück 🙂 Sie erscheint uns riesig! Das Auto begleitet uns noch etwas, die letzten 10 km bis zum Grenzposten bringen wir dann aber alleine (und recht zügig) hinter uns. Adrenalin pur! Wir brauchen etwas, bis wir realisieren, was wir gerade erlebt haben… und für uns ist klar: einmal und nie wieder, Velo-Safari ist definitiv nichts für uns! An diesem Tag diskutieren wir noch lange über das Erlebte und wie wir nun weiter machen. Es war schon toll, der Löwin vom Velo aus zu begegnen, aber einmal im Leben reicht 🙂 Wir werden also nicht quer durch Botswana runter radeln, wie wir eigentlich vor hatten, denn Botswana ist voller Nationalparks – ohne Zäune! Und wir wollen möglichst weitere unerwartete Zusammentreffen mit Simba und co. vermeiden. So werden wir also nur kurz in Botswana sein und dann ziemlich gleich nach Namibia weiterfahren.

23 Chipata – Livingstone, 14.10. – 1.11.15

Grenzübertritte mit dem Velo sind immer etwas Schönes, vorallem wenn immer alles so angenehm läuft wie bei uns. 🙂 Der Genzbeamte beim Einreiseschalter macht sich kurz etwas Sorgen, als ich ihm auf seine Nachfrage sage, dass wir bis nach Botswana radeln wollen. Es sei ein langer Weg, ob wir auch gut vorbereitet seien? Ich beruhige ihn und weise ihn darauf hin, dass wir auch schon einen langen Weg hinter uns haben. Mit einem Blick in unsere Pässe, die ja doch mittlerweile einige Stempel vorweisen können, lacht er und meint, dann sei dass ja kein Problem 🙂 So sind die Formalitäten schnell erledigt. Wir erhalten für 50 USD unser Visum, leider aber nur für einen Monat. DasVisum kann aber (angeblich gratis) in einem Immigration Office, die sich in mehrere grösseren Ortschaften befinden, verlängert werden. Nun ja, mal schauen wie dass dann läuft, falls wir Verlängern wollen/müssen.

Die Strasse nach Chipata hinein ist nagelneu, so gleiten wir die letzten 40 km bis zum Mama Rulas Campingplatz nur so dahin – zum Glück, es war ein langer Tag! Es kommt uns ganz unwirklich vor, dass wir heute morgen noch in Lilongwe waren. 🙂

 

 

Als ich schon im Schlafsack liege und Meio seine „Gute-Nacht-Zigarette“ raucht, traut er seinen Augen kaum, als zwei Velofahrende auf dem Campingplatz eintreffen. Es gibt sie also doch noch, die anderen Tourenradler 🙂 George und Penny aus Südafrika sind nach Tansania unterwegs. Von den beiden erfahren wir, dass die Strasse nach Lusaka neu gebaut wird – d.h. Baustelle auf fast 300 km! Was kilometerlange Umfahrungen auf Sand- und schlechten Schotterpisten bedeutet. Also (fast) nicht passierbar für Velofahrenden. Sie haben sich von einem Pickup mitnehmen lassen. Oje, schade, wo wir doch gerade so im Radler-Modus sind… wir wollen uns das aber trotzdem nicht antun und werden uns wohl um eine Mitfahrgelegenheit bis nach Lusaka kümmern. In Lusaka wollen wir dann ein Auto mieten und von dort den Kafue National Park besuchen.

 
Nach einem Tag Pause stehen wir nun also wieder einmal mit unseren Velos am Strassenrand und warten auf eine geeignete Mitfahrgelegenheit. Wir erwischen einen Postbus, der bis nach Lusaka fährt. Die Velos können gut verladen werden und auch wir haben noch Platz – denn der Bus ist leer! Mal was ganz Neues. 🙂 Wir machen es uns gemütlich und tuckern dahin. Einige Leute steigen noch zu und wir müssen immer mal wieder in die Ortschaften rein fahren um bei den Poststellen die Briefe abzuholen. Am frühen Nachmittag fängt dann der Bus ungewöhnlich stark an zu hüpfen – die Luftfederung funktioniert nicht mehr. Wir halten also an und die Männer kriechen unter den Bus. Auch Meio hilft tatkräftig mit und nach einer guten Stunde ist das Problem behoben. Wir fahren weiter und kommen nach 12 Stunden Fahrt (für eine Strecke von 560 km) um halb sieben in Lusaka an. Es ist bereits dunkel und wir hatten uns vorher im Bus schon überlegt, dass wir am besten gleich heute Abend noch zum Flughafen radeln und das Auto mieten. Der Buschauffeur lässt uns netterweise etwas ausserhalb des Stadtzentrums aussteigen, so dass wir „nur“ 11 km zum Flughafen radeln müssen – das erscheint uns aber immer noch angenehmer als mitten in der Stadt im Dunkeln eine Unterkunft suchen zu müssen. Nach einer knappen halben Stunde kommen wir heil am Flughafen an. Wir haben Glück, Avis hat den Schalter gerade noch geöffnet 🙂 Wir werden sehr herzlich begrüsst und keine halbe Stunde später sind wir bereits dabei die Velos auf „unseren“ Nissan Pickup zu laden. Wir fahren auf einen nahgelegenen Campingplatz, wo wir uns für diese Nacht einquartieren. Sogar die Unterbringung für die Velos auf dem Campingplatz während unseres Ausflugs in den Kafue können wir noch am selben Abend regeln. Das klappt ja alles wunderbar! 🙂

 
Bevors in den Kafue National Park geht, fahren wir nach Lusaka rein um uns mit Wasser und Essen für die nächsten Tage einzudecken. Lusaka wirkt sehr südafrikanisch mit all seinen grosse Shopping Centern, wo von Woolworth, Pick’n’Pay über Steers und HungryLion alle bekannten Supermärkte und Fast-Food-Restis vertreten sind.

 
Dann geht’s ab in die Einsamkeit des Kafue National Parks. Wir verbringen vier Tage im Park und begegnen fast keinen anderen Touristen, aber leider auch fast keinen Tieren. Die Landschaft ist sehr schön und die Campingplätze sind einfache Bush Camps ohne Zäune oder ähnliches. Man schläft also mitten im Park. In einer Nacht hören wir dann auch Hippos, einen Elefanten und einen Löwen ziemlich nah am Zelt. Am nächsten Morgen sind dann aber von den nächtlichen Diskussionen, die die drei wohl miteinander hatten, keine Spuren mehr zu sehen.

Nach fünf Tagen Auto haben wir schon wieder genug von der Fahrerei und geben das Auto viel früher zurück, als geplant. Zum Glück ist Avis so kulant und verrechnet uns dann auch nur diese Tage und nicht die ganzen neun, die wir es eigentlich reserviert hatten. Auf dem Velo ist‘s halt doch am schönsten 😉

Von Lusaka radeln wir in dann wieder in südliche Richtung – wir nähern uns bekanntem Gebiet 🙂 Bis nach Livingstone sind es noch fast 500 km. Am ersten Tag wollen wir es gleich wissen und erhöhen unseren Tagesstreckenrekord auf 178 km … denn da hat es einen Campingplatz 😉 Nach neun Stunden auf dem Velo kommen wir ziemlich groggy auf dem Moorings Camp an. Wir brauchen einen Moment um an- und runter zu kommen und merken dann, dass das für unserer Körper wohl doch etwas zu viel war, da Meio mit Übelkeit zu kämpfen hat. Nach einem Tag Pause sind wir aber wieder mehr oder weniger fit und radeln weiter.

Die Landschaft ist geprägt von weiten baumbewachsenen Ebenen und sanften Hügeln. Es ist merklich weniger dicht bevölkert als Malawi und wir haben immer mal wieder längere Abschnitte ohne Ortschaften. Wir geniessen die Ruhe. Die Menschen sind sehr freundlich. „Give-me“-Rufe hören wir kein einziges Mal. Oft sind wir bereits mittags um die 100 km geradelt, so dass wir die Nachmittage zum Entspannen und Entdecken nutzen – je nach dem wo wir übernachten. 🙂 Es hat wieder mehr touristische Infrastruktur, so dass wir doch hie und da einen Campingplatz finden. Sonst übernachten wir auch gerne mal in einem einfachen Guesthouse, in dem normalerweise eher Einheimische absteigen. So z.B. in der kleinen Stadt Zimba im „Zimba Guesthouse“. Das Zimmer ohne WC/Dusche kostet hier CHF 1.50, wir gönnen uns aber den Luxus eines eigenen Bades und müssen dafür etwas tiefer in die Tasche greifen: CHF 7.50 will der nette Besitzer dafür haben. 🙂 Wir plaudern etwas mit anderen Gästen. Offenbar hat Zimba ein gutes Krankenhaus, da wir gleich von mehreren Leuten hören, dass sie wegen eines Arztbesuches hier sind. Wir geniessen es, in Ruhe durch die total untouristische Ortschaft zu schlendern und in einem der ca. 6 kleine Restaurants, die alle Nsima (Maisbrei) mit Chicken, Beef oder Wurst anbieten, zu Mittag zu essen.

Nach fünf Tagen kommen wir in Livingstone an und machen hier ein paar Tage Pause.